Holen wir uns die Politik zurück: Bevor Österreich ein zentraleuropäisches Spanien wird

Ich komme aus Spanien. Ich bin Migrant vor der ökonomischen Krise von 2008. Ich habe also von draußen gesehen, was in meinem Land passiert ist, ich habe gesehen, wie die SozialdemokratInnen der (PSOE) den Immobilienmarkt ohne politische Kontrolle sich selber überlassen haben. Jedes Jahr gab es höhere und höhere Preise.

Ich habe gesehen wie die PSOE den Öffentlichen Dienst gering schätzte. Ich habe auch gesehen, wie die PSOE die Steuern reduziert hat, und damit die Fähigkeit des Staates, die Krise zu bekämpfen. Ich habe mit ansehen müssen wie das PSOE nicht nur die BürgerInnen, sondern auch ihre WählerInnen und auch ihre Mitglieder ignoriert hat.

Und ich habe auch die Konsequenzen gesehen: 25% Arbeitslosigkeit, Armut, soziale Ausgrenzung.

Und ich erlebe jetzt in Österreich, was die SPÖ mit dem Immobilienmarkt tut, mit dem Öffentlichen Dienst, mit der WählerInnen und auch mit ihren Mitgliedern – denken Sie nur an das Burgenland. Und ich denke: Bitte nicht wieder, nicht hier, bitte.

Zum Glück haben wir in Spanien eine Lösung gefunden: Wir, die Leute von der Strasse, mussten uns die Politik zurück holen. Leider haben wir diese Lösung ein bisschen zu spät gefunden. Aber jetzt sind die größten Städten (Madrid, Barcelona, Zaragoza) wieder in unserer Hand, in der Hand der Bürgerinnen und Bürger – und wir haben dort endlich einen echte Sozialpolitik. Wir haben gezeigt, dass es möglich ist, die Politik für uns zu reklamieren. Und wir müssen das Gleiche hier in Österreich machen.

Holen wir uns die Politik zurück, bevor es zu spät es ist, und das bedeutet: Bevor Österreich Spanien wird. In Zentraleuropa.

Pablo Torija

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