Ulli Fuchs: „und es kommt jetzt noch etwas dazu!“

Rede auf dem Gründungskonvent von „Wien anders“

Vor etwas über einem Jahr bin ich genau hier gestanden, sehr aufgeregt und glücklich, und bin von fast 400 Leuten zur Listenzweiten von „Europa anders“ gewählt worden… die 4% für „Europa anders“ und die beinahe 1000 Vorzugsstimmen haben mich in meinem Entschluss bekräftigt, jetzt auch für die Wienwahl anzutreten….…Danke für eure Ermutigung auf dem Weg, danke euch, jeder/ jedem einzelnen!

Ich möchte euch mit meiner Kandidatur zeigen, dass ich nicht erst seit heute um die linke Integration bemüht bin, sondern gestellt, auf der richtigen Seite, und gerade, über Parteigrenzen und Sektierertum der diversen Splittergruppen hinaus.

Ich lebe mit meiner 13jährigen Tochter in Meidling, bin sehr erfahren im alleine und prekär Arbeiten, im Selber–Entscheidungen-Treffen. Ich bin bald 49, habe in Wien und Berlin Volkskunde studiert und etliche Jahre als Kulturarbeiterin Projekte aufgebaut und mitgestaltet, z.B. das 7*stern als Angestellte der KPÖ aufgebaut, als links-integratives Kulturzentrum, war Mitbegründerin der IG Kultur Wien und dort Kassierin. Ich kann mich eindeutig als Teamworkerin bezeichnen, bin zuverlässig und verbindlich, bemühe mich um lebendige Diskussionskultur, und mache dabei eine wirklich gute Figur.

Näheres zu meinem Lebenslauf siehe meine Webseite. und zu EUROPA ANDERS siehe hier.

Ich arbeite daran- und das würde ich als meine Hauptaufgabe in meinem Leben überhaupt sehen- dass die Rahmenbedingungen hergestellt werden und passen, damit sich die einzelnen Leute gut einbringen können… Das ist der Kern vom Politikmachen, auf allen Ebenen.

Warum kandidiere ich für „Wien anders“?

Wenn wir es ernst meinen mit dem Einzug in den Gemeinderat, mit der Überwindung der 5%- Hürde, dann muss eine unabhängige Integrationsfigur vorne stehen! Punkt!
Ich stehe dafür, dass wir in „Wien anders“ als buntes Team auftreten, mit mehreren SprecherInnen, um das „anders“ im Namen wirklich zu rechtfertigen und zu repräsentieren. Die in der Allianz zusammenarbeitenden Parteien behalten ihr eigenes Profil, ihre eigene Identität, … die KPÖ macht ihr KPÖ-Ding, die Piraten machen ihr Piraten-Ding, …und es kommt jetzt eben noch was dazu…Das ist ja gerade das Neue und Attraktive, und unser großes Plus, dass nicht nur die Parteien zusammenarbeiten, sondern dass sie sich im Rahmen dieser Allianz auch für neue Leute öffnen, denen Parteien vielleicht, wie mir Antiautoritärer, nicht besonders sympathisch sind, die in keiner Partei Mitglied sein wollen, die sich selbst ermächtigen, sich selbst als VertreterInnen ihrer eigenen Interessen sehen und sich nicht unterwerfen wollen unter eine Parteidisziplin..
Und weil ich eben parteilos und unabhängig bin, bin ich dafür die Richtige – ich kann dadurch neue Leute zusätzlich ansprechen – und gleichzeitig die Allianzparteien verbinden.

Positive Einmischung

Eine meiner Stärken ist, ich bin authentisch und ehrlich entschlossen, mich für dieses neue Projekt einzusetzen. Ich bin freundlich, klug, integrativ und bemühe mich um gute Umgangsformen. Da ist mir auch der ehemalige Bürgermeister von Reykjavik, der Jon Gnarr, eine Inspiration: POSITIVE EINMISCHUNG und MIT GUTEM BEISPIEL VORANGEHEN!

Übrigens: Ich bin von einigen Kollegen als ZU freundlich und „flauschig“ bezeichnet worden, was klar als Kritik gemeint war. Für mich ist diese Fähigkeit eine Stärke, daher nehme ich das als Kompliment. Ich bin wenn´s passt gerne flauschig . aber ich kann auch anders, ich kann schon auch sehr unflauschig sein, .. also, für die, die das brauchen, oja, ich kann auch verdammt unflauschig sein..

Ich liebe Wien, bin geborene und leidenschaftliche Wienerin. Wien war immer ein Ort für SpinnerInnen und TräumerInnen, für UtopistInnen, für IndividualistInnen, die sich den Zwängen der Provinz entzogen haben und ein interessanter Zufluchtsort, eine Fluchtburg für Flüchtlinge aller Art. Ich als autochthone Wienerin freue mich sehr darüber, dass es viele Menschen gibt, die sowohl freiwillig als auch unfreiwillig nach Wien kommen und hier gerne leben. Willkommen!
Das Rote Wien der Zwanziger Jahre war ein international vielbeachtetes, avantgardistisches Bollwerk des Fortschritts, und darauf aufbauend sollten wir weitergehen…

Wien gehört uns allen! Der öffentliche Raum darf nicht dem Profitdenken geopfert werden! Keine (weiteren) Privatisierungen! Für die Rückeroberung von Raum und öffentlichem Eigentum!
Ich setze mich ein für zufriedene alte Menschen, fröhliche Kinder, lachende und selbstbewusste „Wien anders“- WählerInnen… am besten 30 % bei den nächsten Wahlen…
Ich will dazu beitragen, ein Wien zu gestalten, in dem sich alle einbringen dürfen und können, und das auch gern tun, also zu dem alle auch wirklich gern aktiv beitragen…ganz im Sinne und verbunden mit den Werten der Pariser Kommune und der entmilitarisierten Stadt Reykjavik.

Global denken, lokal handeln! Wir sind nicht allein…
Gleiche rechte für alle. Sofort.

Niemals vergessen: wir haben eine Verabredung mit der Zukunft!

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